THE FINEST PEOPLE – Daniela Hiubert

THE FINEST PEOPLE – Arno Hinz

Malerei, das sei für ihn kalkulierte Spontanität, sagt Arno Hinz, jener ehemalige Art und Creative Director großer deutscher Werbeagenturen, der seit Ende der Neunziger gemeinsam mit seiner Frau Monika auf seinem eigenen Weinberg in der Nähe von Torrox lebt und dort in seiner zum Atelier umfunktionierten großen Garage vor allem eines schafft: Kunst.

Geboren in Königsberg, hat Hinz an der Staatlichen Kunstakademie in Bremen Malerei, Fotografie und Grafikdesign studiert, ehe er in der Werbebranche und später dann als freier Fotograf und Illustrator für Printmedien wie Stern und Playboy Fuß fasste – und unter anderem für Marken wie Melitta, Milka und Maoam Illustrationen anfertigte. Parallel jedoch, und da schlägt das Herz des Künstlers, hat er stets seine eigenen Projekte, seine eigenen Werke erschaffen. Und dabei geht es ihm insbesondere um: Strukturen.

Strukturen, denen er sich in jüngster Zeit auch digital annimmt; eine Weiterentwicklung seines malerischen Schaffens in Pixeln, wenn man denn so will, die in ihrem Zusammenspiel zu dem werden, was wir Euch in dieser Ausgabe unseres illustren Magazins vorstellen möchten: zu farbgewaltigen Eyecatchern.

Reduzierte Bildinhalte sind es, die die unterschiedlichsten Facetten menschlicher Existenz beleuchten sollen; eine subtile, zuweilen mehrdeutige Poesie mit versteckter Ironie: nicht umsonst tragen Hinz‘ Arbeiten Titel wie ‚Nonversation‘ oder ‚Silly Con Carne‘ – Werber bleibt eben Werber, selbst wenn er malt und illustriert.

Und dieses Malen und Illustrieren, das hat Arno Hinz bereits um den gesamten Globus verschlagen: So arbeitete er beispielsweise viele Jahre in Saudi Arabien für das dortige Ministry of Foreign Affairs – und entwarf unter anderem Konzepte für Publikationen über den Naturpark Thumama und das diplomatische Viertel des Landes.

Heute jedoch genießt er sein Leben an der Costa del Sol – deren Landschaft ihn nach all den Jahren immer wieder neu fasziniert und zu Kunstwerken inspiriert. So ist Hinz auch gerne seiner Kamera unterwegs, um das, was ihn (und uns) umgibt, künstlerisch einzufangen. Mal experimentell mit Mehrfach- und Langzeitbelichtungen, mal mit klarem Fokus auf eben das, was Arno Hinz in der Kunst am meisten fasziniert: die Strukturen des Lebens