the finest trip – Cómpeta

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Cómpeta – das ist steingewordene Geschichte in strahlendem Weiß.

Der Name des kleinen und doch historisch bedeutsamen Dorfes am Rande der Sierra de Almijara leitet sich (man möchte sagen: ausnahmsweise…) nicht vom Maurischen, sondern vom Lateinischen ab: ‚Compita‘ war für die alten Römer eine Kreuzung oder eine Art Treffpunkt, an dem Handel getrieben und Feste gefeiert wurden. Wenngleich archäologische Spuren belegen, dass es bereits in der Jungsteinzeit erste Siedler gegeben hat, wurde das Dorf erst Mitte des 15. Jahrhunderts gegründet. Turbulente Zeiten in Spanien – die letzten Züge der Reconquista, die 1492 mit der Eroberung Granadas durch die Katholischen Könige ihr offizielles Ende findet. Religion und Macht. Ein weites und allzu oft allzu blutiges Feld.

Dennoch: was bleibt, sind sich überlagernde Spuren, sind kulturelle Kreuzungen, wenn man so will, sind Dörfer wie Cómpeta. Und genau diese Kreuzungen, diese ‚Compitas‘, machen sie so interessant.

Die Geschichte Cómpetas ist aber auch die Geschichte des Weins:

Nach der fatalen Reblaus-Plage Ende des 19. pflanzte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts resistentere Sorten – die Cómpeta bis heute für exzellenten Wein aus der Axarquia berühmt machen. Da nimmt es kaum Wunder, dass jedes Jahr am 15. August die ‚Noche del Vino‘ gefeiert wird, die Nacht des Weins, bei der sich das Dorf von seiner traditionellsten und schönsten Seite zeigt.

Und auch sie, diese Nacht, hat – wie so viele Nächte – eine schöne Geschichte zu erzählen: Mitte August nämlich wurden die Arbeiter seit jeher zur Erntezeit auf die Weingüter in der Umgebung entsandt – und kehrten erst im Oktober wieder zu-rück. Und so war es ein gewisser Aurelio aus Cómpeta, der vor langer Zeit die Idee hatte, alle Bewohner des Dorfs in der letzten Nacht vor Beginn der Erntezeit auf so viel Wein einzuladen, wie sie nur trinken wollten… oder könnten.

Und, der Wahrheit die Ehre, das waren im letzten Jahr mehr als 2.500 Liter… in diesem Sinne: Chinchín und Salud!