the finest Trip – Granada

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Granada – voller Geschichte

Es gibt ja die ein oder andere Art, wie – insbesondere berühmte – Menschen gern in den Geschichtsbüchern verewigt werden würden. So sicher auch Juana I de Castilla, die 1497 in Toledo geborene Mutter von Carlos I, dem ersten König Spaniens, die in der Capilla Real, der Königskapelle von Granada, begraben liegt – bekannt unter dem Namen: Juana la Loca, Johanna die Wahnsinnige. Attestiert hatte man ihr, ob nun zurecht oder nicht, neben Melancholie und Depressionen auch die ein oder andere Psychose und nicht zuletzt Schizophrenie. Tja.

Doch ganz unwahnsinnig betrachtet, ist Granada nicht nur die letzte Ruhestätte einer bedeutenden Frau der europäischen Geschichte, sondern ebenso steingewordenes Zeugnis der spanischen Eroberungs- und Rückeroberungsvergangenheit.

Die Alhambra, hoch oben vor dem beeindruckenden Panorama der Sierra Nevada thronend, verzaubert beispielsweise mit filigraner maurischer Architektur und – Seit an Seit, Stein an Stein quasi – protziger Renaissance-Ästhetik des Habsburger Königs und Kaisers des Heiligen Römischen Reiches, Karls des Fünften. Sie ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas, diese Alhambra, und seit 1984 Weltkulturerbe. Wer nicht stundenlang an der Tageskasse anstehen will, ist gut bedient, seine Eintrittskarten im Vorfeld zu bestellen. Wochen oder gar Monate im Vorfeld wohlgemerkt.

Alhambra, Albaicín und Hammam Al Ándalus

Nicht minder beliebt ist das Altstadtviertel Albaicín – mit seiner legendären Tapas-Bar Minitauro, in der sich Gäste aus der ganzen Welt mit Servietten und jeder Art von Papierschnipseln an den Wänden verewigt haben. Ein kulinarischer Zwischenstopp für die Ewigkeit quasi.

Wer es traditionell mag, dem sei die Flamenco-Show in den Cuevas de Sacramonte nahegelegt. Die Höhlen befinden sich am Ende des Paseo de los Tristes und dienen als atemberaubende Kulisse des authentischen musikalischen Spektakels. Wahrhaftige und unverfälschte Rhythmen warten dort auf die Besucher – wenngleich natürlich, auch hier, zu teils überzogenen Touristenpreisen.

Und wem nach Alhambra und Albaicín nach absoluter Entspannung ist, der sollte sich ins Hammam Al Ándalus begeben, die Arabischen Bäder von Granada. Unverzichtbar dabei eine Massage mit traditionellen Ölessenzen oder heißen Steinen, um sich dann – abschließend und tiefenentspannt – auf die Calle Elvira zu begeben, die wohl berühmteste Straße in der Altstadt mit all ihren verwunschenen Bars und kleinen Läden.