the finest trip – Málaga

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Málaga – Provinzhauptstadt, Küstenmetropole, Touristen-Hotspot

Sie ist so etwas wie die Stadt der tausend Facetten: Málaga. Provinzhauptstadt, Küstenmetropole, Touristen-Hotspot. 320 Sonnentage im Jahr, eine Durchschnittstemperatur von durchaus angenehmen 19 Grad und unzählige Sehenswür-digkeiten machen die vor knapp 3000 Jahren von den guten alten Phöniziern gegründete Stadt weit über die Landes-grenzen hinaus zum Inbegriff für Geschichte, Kultur und Lebensfreude pur.
Mit Malaka fing alles an, damals im 8. Jahrhundert vor Christus. Malaka, ein Name, ja eher ein Begriff, über dessen Ursprung sich Sprachforscher und Historiker bis heute trefflich streiten: Die einen sehen in Malaka das phönizische Wort für Salz, das seit jeher eine wichtige Rolle bei der Konservierung von Fischen spielt, die anderen hingegen verweisen auf den Gott Melqart als Patron, dessen Name sich aus milk für König und qart für Stadt zusammensetzt – die königliche Stadt also, passend irgendwie.

Sei’s drum: Irgendwann kamen die Römer, dann die Mauren, im 15. Jahrhundert die katholischen Könige, die Málaga, na klar, zur römisch-katholischen Bischofsstadt machten. Ein Konglomerat unterschiedlichster politischer, religiöser und kultureller Einflüsse also, die das heutige Málaga zu dem machen, was es ist: ein von knapp 600.000 Einwohnern bewohntes und belebtes Museum pan-europäischer Geschichte.
Und wer so viel Tradition und Kultur in sich trägt, der braucht vor allem eines, um seine Vielfältigkeit zu präsentieren: Museen. Keine andere europäische Stadt vereint
so viele Museen pro Quadratkilometer in sich wie Málaga: Da wären unter anderem das berühmte Picasso-Museum mit über 200 Werken des in Málaga geborenen Malers, das Museum für zeitgenössische Kunst CAC, das Museo Car-men Thyssen natürlich und weitere Museen, die sich unter anderem den Themen Flamenco, Luftfahrt und Automobile widmen.

Zu den großen Sehenswürdigkeiten der andalusischen Provinzhauptstadt gehören die maurische Festung Alcazaba aus dem 11. Jahrhundert, das Castillo de Gibralfaro, die einarmige Kathedrale La Manquita, deren zweiter Turm aus Geldmangel nie vollendet wurde, sowie die Stierkampfarena La Malagueta, die mit rund 14.000 Plätzen und über 50 Metern Durchmesser zu einer der größten Arenen Spaniens überhaupt gehört.

Ein wenig Smalltalk-Wissen

So weit, so bekannt. Da unser kleines aber feines Magazin jedoch mehr sein möchte als eine weitere Touristenbroschüre, wollen wir Euch auch ein (gerade im Dezember mit seinen unzähligen Weihnachtsfeiern und überpenetrierten Familienessen so wichtiges) Smalltalkwissen mit auf den Weg geben, damit Ihr beim beliebten „Wusstest Du schon?“-Spiel bei Spekulatius und der hundertsten Wiederholungsschleife von Mariah Careys „All I Want For Christmas Is You“ so richtig auftrumpfen könnt. Bereit? Also:
Der Leuchtturm La Farola de Málaga ist (neben der Farola del Mar auf Teneriffa) der einzige Spaniens, der einen weiblichen Artikel trägt. Normalerweise nämlich spricht der geneigte Spanier von El Faro, wenn er an einen Leuchtturm denkt.

Die Calle Larios, auf der Ihr Euch die weihnachtliche Lichtershow nicht entgehen lassen solltet, ist eine der 50 teuersten Straßen Europas – mit Mietpreisen von teils weit mehr als 20.000 Euro pro Geschäft.

Im Parque Tecnológico de Andalucía (PTA) haben sich inzwischen mehr als 600 Unternehmen mit 17.000 Mitarbeitern angesiedelt, darunter Konzerne wie Oracle, IBM, Huawei und Vodafone. Die IT-Branche machte 2017 rund 3,8 Milliarden Euro Umsatz, was einem Fünftel des Bruttoinlandprodukts der Stadt Málaga entspricht.

In Málaga geboren wurden nicht nur, wie weithin bekannt, der bereits erwähnte Pablo Picasso sowie der Schauspieler Antonio Banderas, der in seinem Penthaus oberhalb des Pimpi einen sehr gediegenen Blick auf die Alcazaba genießt – nein, 1989 kam auch der erfolgreichste spanische Musiker der 2010er-Jahre in Málaga zur Welt: Pablo Alborán.

Und last but not least: Mit einem Flashmob mit mehr als 4700 Teilnehmern stellte Málaga im Juli 2019 einen Rekord fürs Guinness-Buch auf; nie zuvor hatten mehr Menschen gleichzeitig Flamenco getanzt. Olé.